Das Weltkulturerbe der Psychonautik

Bei genauer Betrachtung der Gegebenheiten ist festzustellen, dass immer mehr Menschen durch die wachsenden Auswirkungen des illegalen Drogenhandels sowie der Politik, welche diesen zu kontrollieren versucht, beunruhigt sind. Die globale Entwicklung zeigt, dass der von der von den Vereinten Nationen eingeschlagene Weg zur Drogenkontrolle gescheitert ist. Die Vereinten Nationen sind aufgerufen, folgende Überlegungen und die daraus abgeleiteten Vorschläge in Erwägung zu ziehen.

Es wird festgestellt: Unter den negativen Konsequenzen sind zu erwähnen:

Aus diesem Grund sind diese Drogenkontrollmaßnahmen als ineffizient und nutzlos zu klassifizieren, da sie ein großes Hindernis zur Einführung von neuen Strategien, um das Problem sowohl auf globaler wie auf lokaler Ebene anzugehen, darstellen. Es ist zu befürchten, dass die Verstärkung der aktuellen Politik zu einer Verschlechterung der Drogensituation beiträgt und zunehmend die Glaubwürdigkeit dieser Politik in der breiten Öffentlichkeit im allgemeinen schwindet.

Drogenpolitik muss sich den Prinzipien einer guten Regierungsführung unterordnen, wie sie in den universalen Menschenrechtserklärungen, in der Konvention über Biodiversität und in anderen internationalen Abkommen zugrunde gelegt sind. Insbesondere sind die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechte sowie das Recht auf kulturelle Vielfalt für alle Individuen zu garantieren. Deshalb wird hier den Regierungen der Welt vorgeschlagen, die Vereinten Nationen dazu aufzufordern, das Politikfeld »Drogenkontrolle« respektive »Umgang mit psychotrop wirkenden Substanzen« der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Suchtstoffkommission (UNODC) zu entziehen und der Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) anzuvertrauen.

Weiterführende Informationen

Der oben angeschnittene Text stammt aus dem Buch "25 Jahre Nachtschatten: Das Weltkulturerbe der Psychonautik" und ist unter folgenem Link in Volltext abrufbar:

Video: Partykultur und Psychonautik - Ein Weltkulturerbe

Das Medienprojekt PSI-TV präsentiert eine Dokumentation des Referats von Hans Cousto auf dem zweiten Weltkongress der Hedonistischen Internationale "Partykultur und Psychonautik - Ein Weltkulturerbe" Aufgenommen am 11.6.2011 in Riebau:

Die Riten der Partykultur und der Psychonautik sind ein immaterielles Kulturerbe. Die Lebensfähigkeit dieser Riten kann nur gewährleistet werden, wenn es für die Zelebrierung dieser Riten geschützte Räume gibt. Diese Gewährleistung ist heute nicht gegeben, da in den allermeisten Staaten dieser Welt der Umgang mit psychotrop wirkenden Substanzen strafrechtlich verfolgt wird und Orte, wo diese Riten zelebriert werden, nicht selten von der Polizei heimgesucht werden. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass die Naturwissenschaft, insbesondere die Medizin, derzeit bewusstseinserweiternde Erfahrungen als rein subjektive Erfahrungen einstuft. Bewusstseinserweiternde Erfahrungen sind noch nicht einer allgemein anerkannten wissenschaftlichen Untersuchung zugänglich und über ihren Erlebniswert hinaus haben sie für Schulmediziner keine objektiv diskutierbare Bedeutung.

Psychonautik als Teil der Bewusstseinskultur betrifft bei weitem nicht nur die Partykultur oder den hedonistischen Gebrauch psychotrop wirkender Substanzen, sondern vor allem den Gebrauch dieser Substanzen im Rahmen religiöser Riten und im Rahmen des Gesundheitswesens zur Erhaltung und Wiederherstellung von physischer und psychischer Gesundheit. Der Wissenschaft steht hiermit ein großes Betätigungsfeld offen. Und für Politiker stehen somit vielfältige Varianten zur Verfügung, psychonautische Riten für das immaterielle Weltkulturerbe vorzuschlagen.

Weblinks

An dieser Stelle einige weiterführende Weblinks:

Pressespiegel

Untergeordnete Weblinks